Steckbrief | |
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Boden | Lehmig und feucht |
Nährstoff | Hoch |
Frosthärte | -32°C |
Klimaresistenz |
Mittel |
Eigenschaften
Die Salweide wurde früher folgendermaßen geschrieben: Saalweide. Inzwischen wurde jene Schreibweise jedoch für veraltet erklärt. Daher ist abgesehen von der heutigen Schreibweise lediglich der botanische Artname Salix caprea von Relevanz. Der Großstrauch kann Wuchshöhen von 5-8 Metern und Wuchsbreiten von 3-6 Metern erreichen. Der Wuchs der Salweide lässt sich als kugelförmig und aufrecht beschreiben.
Bestäubung und Blattwerk
Salix caprea ist diözisch. Es liegen sowohl eine Fremdbestäubung als auch eine Tierbestäubung vor. Die wechselständig angeordneten Blätter haben neben einem einfachen Blattaufbau eine eiförmige Form und einen glatten Blattrand vorzuweisen. Die Blüten sind gelb und erfreuen den Betrachter sowohl im März als auch im April mit ihrer Pracht.
Bodenbeschaffenheit
Die Salweide freut sich über lehmige, humide und saure Böden. Mit ariden Sandböden und leicht alkalischen Bodenvariationen kann sich Salix caprea ebenfalls arrangieren. Allerdings sind die Resultate im Vergleich zu optimalen Bodenvarianten qualitativ schlechter. Insbesondere die geringe Wuchshöhe lässt sich an dieser Stelle als relevantes Kennzeichen anführen.
Provenienz
Die Salweide wächst nahezu in ganz Europa sowie in weiten Teilen Asiens. Die Staatsgrenze der Mongolei lässt sich hierbei als ungefähre Südgrenze definieren. Aufgrund einer sogenannten Verbreitungslücke wird eine Trennung der europäischen und asiatischen Populationen vermutet.
Klimatische und ökologische Wertigkeit
Gerade an lehmigen Standorten kann Salix Caprea für eine ökologische Aufwertung sorgen. Allerdings zeigt sich die Salweide bezüglich der Bodenvariationen äußerst wählerisch. Daher lässt sich die klimatische Resistenz der Pflanze eher als mittelmäßig einstufen.
Verwendungsmöglichkeiten
Salix caprea dient auf Brachflächen und Schutthalden als Pionierpflanze. Im Gegensatz zu anderen Weiden gedeiht sie nicht in Auen und Sumpfgebieten. Eine Verwendung in derartigen Ökosystemen ist daher auszuschließen. Allerdings kann sie als freiwachsende Pflanze und als Uferbefestigung dienen. Aufgrund ihrer hohen Beliebtheit bei Bienen dient Salix caprea zudem als Insektennährgehölz.